Mittwoch, 29. Juli 2009

STADTRAND – Mistkübel in der Stadt der Bewusstseinsbildner

Wien ist nicht nur die sicherste, sauberste, öffentlich besterschlossene und überhaupt allerbeste Stadt dieses Planeten, sie ist auch – und das wissen nur wenige – die Welthauptstadt des Politmarketings. Da können andere Städte nur vor Neid erblassen. Denn der Wiener schätzt nicht nur seine pünktliche U-Bahn, er weiß auch, wem er all das zu verdanken hat. Es wird ihm ja recht oft gesagt. Zum Beispiel seit kurzem auf sämtlichen Mistkübeln. Dort picken jetzt flotte Sprüche wie „Bitte füttern!“ oder „Bin für jeden Dreck zu haben“. Das soll wohl das Bewusstsein für richtige Abfallentsorgung steigern. Aber dass der vom 1-Euro-Tequila umnachtete Schwedenplatz-Flaneur seine Bierdose eines solchen Spruches wegen ordnungsgemäß entsorgt, darf bezweifelt werden. Also steigert es in zweiter Linie den Bekanntheitsgrad von Umweltstadträtin Ulli Sima, die die Aktion initiiert hat. Und wie das genau funktioniert, erleben Sie, liebe Leser, gerade jetzt, in diesem Moment. Werbemenschen dieser Welt, schaut nach Wien! Hier könnt ihr noch einiges lernen.

Erschienen im Falter 31/09

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Zeit am Schirm – TV-Schau II

Sie gehören zu den Menschen, die glauben, dass Religion keinen Einfluss mehr auf unser Leben hat? Dass wir so was längst überwunden haben? Dann vergleichen Sie doch die „Zeit im Bild“ mit der „Tagesschau“. Erstere, letzten Donnerstag: Es zischt, es kracht, die Vidi-Wall flimmert, auf 38,5 Grad Hitze folgen golfballgroße Hagelkörner in Vorarlberg, Minister Pröll kehrt vorschnell von der „grandiosen und imposanten“ Bregenzer Aida-Aufführung zurück, um sich in Wien mit Steuerlappalien zu quälen. Dann, 15 Minuten später, meldet sich das Erste Deutsche Fernsehen mit der „Tagesschau“: Ein älterer Herr rückt seine Brille zurecht, blättert ruhig in den Notizen, schreitet gemächlich zu langen und langsam gesprochenen Beiträgen. Zufall? Verschiedene Arten, Werbeumfelder zu stimulieren? Oder hält man Österreicher mit 38,5 Grad Hitze bei der Stange, während man Deutschen komplizierte Eigentümerstrukturen bei VW näherbringt? Wir vermuten, es ist der Protestantismus. Die Deutschen sind halt einfach textlastiger. Leben wir damit.

Erschienen im Falter 31/09


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